Das Auge

Durch die Augen in den Sinn

Die Abbildung zeigt die Struktur des menschlichen Auges im Querschnitt. Der Lichteinfall wird durch die Iris (Pupille) geregelt. Die Netzhaut enthält die Fotorezeptoren. Der gelbe Fleck mit der Netzhautgrube ist die Stelle des schärfsten Sehens. Die Eintrittsstelle des Sehnervs bildet den blinden Fleck. Die Aderhaut dient der Versorgung der Netzhaut, die Lederhaut, die vorn in die Hornhaut übergeht, bildet eine feste Ummantelung des Auges.

Das Auge ist ein Organ des visuellen Systems für Bilderzeugung und Bildumwandlung (Lichtreiz-Erregungs-Transformation), das auf elektromagnetische Wellen der Wellenlängen von etwa 350 nm bis etwa 750 nm mit der Empfindung auf Licht reagiert. Eine Helligkeitswahrnehmung erfolgt auf Grund der photochemischen Vorgänge in den Rezeptoren der Netzhaut, der elektrischen Weiterleitung der Erregung in den Sehnerven und der Wahrnehmungsvorgänge im Sehzentrum.

Die Wahrnehmung von Dingen in verschiedenen Entfernungen (z.B. Sehen in der Nähe) erfolgt durch die Akkommodation, d.h. der Änderung der Brechkraft der Augenlinse durch eine Veränderung der Form der Augenlinse.

Das vom Auge aufgenommene Bild der Umwelt wird während der Wahrnehmung verarbeitet, so dass es Unterschiede zwischen dem wahrgenommenen Bild und dem betrachteten Objekt geben kann. Im Gehirn wird dem Gesehenen auf der Grundlage früherer Erfahrungen Bedeutung und Sinn zugewiesen. Was Menschen sehen und wahrnehmen ist daher ihre Konstruktion von Wirklichkeit.